Rückschau: 1. Wiener Filzfestwoche

Die laaaaange Sommerpause ist vorbei, in der riesenhafte Wollberge unter freiem Himmel verfilzt wurden, weshalb die Tastatur des Computers wiederum zur verdienten Ruhepause kam. Dem abrupten Temperatursturz ist’s nun zu verdanken, dass die Nachberichterstattung der ersten Wiener Filzfestwoche im Wasserturm Ende Juni nun endlich zu Protokoll geklopft wird. Die Erinnerungszellen im Hirn wurden aktiviert, die Fotos auf den Server geladen und los geht’s mit den ersten Impressionen, die das Mitmachzentrum unter dem Motto „Anschauen, anfassen, ausprobieren!“ zeigen.
 


 

Filzspielereien ab 3 Jahren
Die jüngste Teilnehmerin des Mitmachprogramms zählte knapp drei Jahre und sie kristallisierte sich als königliches Naturtalent heraus – ebenso ihre ältere Schwester, die knapp fünf Jahre war. In ihren Händen verwandelte sich die bunte Bergschafwolle, vom Ötztaler Schafwollzentrum „Regensburger“ großzügig zur Verfügung gestellt, in wahre Kunstwerke. Offensichtlich hatten sie so viel Freude dabei, dass sie am nächsten Tag gleich wieder Platz in der Filzecke nahmen und sich an ein Großprojekt wagten: es entstand ein schillernder Fisch, der Nemo vor Neid erblassen ließe.
 


 

Apropos Nemo: seinen wolligen Bruder stellte ein junger, geschickter Bursche her. Der orangefarbene Filzfisch erhielt – so viel Zeit muss sein – noch ein Geheimversteck für Münzen. Wo, kann an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden. Sonst wär’s ja kein Geheimnis mehr.
 


 

Im Laufe der Woche entstand noch so allerhand Meeresgetier: ein paar Muscheln, Dutzende Oktopusse und der eine oder andere Seestern, der von einem Erstklässler in spe gar in Form einer Fingerpuppe angefertigt wurde, verließen feucht-fröhlich den Wasserturm.
 


 

Die Werke der erwachsenen Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren nicht minder farbenfroh und gelungen. Die älteste Teilnehmerin zählte übrigens 72 Lenze.
 


 

Geballte Filzkunst in ehrwürdigem Gemäuer
Obwohl ich leider kaum Zeit hatte mich mit meinen Kolleginnen auszutauschen, konnte ich doch den einen oder anderen Blick auf deren wollige Filzkunstwerke werfen. Besonders angetan war mein „Recycle-Pimp-Herz“ von den „Soniel“-Filztaschen: alte Fahrradschläuche, Sicherheitsgurte und sonstige Produkte, deren „Haltbarkeitsdatum“ bereits abgelaufen ist, schenkt Sonja Gabriel-Faubel neues Leben, pimpt sie mit Filz und verhilft ihnen zu fusselig-stylischer Optik. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich mit keinen Fotos der tollen Werke der Kolleginnen aufwarten kann. Es war einfach zu viel los und ich war zu geschafft, um meine Beine und Arme noch dazu zu bewegen, weitere Eindrücke auf die Speicherkarte zu brennen, außer diese:
 


 

Wer neugierig geworden ist, klicke sich einfach durch die Websites der Ausstellerinnen, sofern sie welche haben…

Sonja Gabriel-Faubel | Soniel
Sawatou Mouratidou | Sawatou Felt Artist | sawatou.com
Elisabeth J. Pichler
Gabriele Oberleitner | conTEXTILES | contextiles.com
Andrea Oppel | www.andrea-oppel.at
Sonja Resch | Sona Marias handmade | www.sonamarias.at
Ursula Schenkel | Filzgarten | www.filzgarten.at
Gabi Treweller | Filzraum | www.filzraum.at
Barbara Vacha | Filzereien | filzereien.jimdo.com
Dr. Susanne Weber | susi filzt | susifilzt.at
Dr. Ursula-Weber-Hejtmanek | Waam | www.waam.at

Vielen Dank nochmals allen Sponsoren (www.wizardwool.at, www.wollgenuss.at, www.wienwasser.at) und besonders dem Ötztaler Schwafwollzentrum, Wollausstatter des Mitmachprogramms (www.schafwolle.com). Eine Mitmachteilnehmerin traf den Nagel auf den Kopf, als sie bemerkte: „Das ist eine tolle Wolle – die filzt ja schon beim Anschauen!“
 







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